Zukunft Landwirtschaft 2030 – Die oberösterreichische Strategie für die kommenden zehn Jahre

Ein Ergebnis aus einem Dialog mit 1.500 Teilnehmern – wissenschaftlich begleitet von der Universität für Bodenkultur Wien

4 Handlungsfelder - 9 Missionen – 29 Ziele – 141 Maßnahmen

Der von Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger initiierte Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ steht für eine erfolgreiche ländliche Entwicklung in Oberösterreich. Es geht um Chancen für die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft, es geht um die Weiterentwicklung der ländlichen Regionen, es geht um ein nachhaltiges Wirtschaften.

In einer von der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes Oberösterreich und der Universität für Bodenkultur Wien geführten Tagungsreihe wurden 1.500 Bäuerinnen, Bauern, Journalisten, Konsumenten und Branchenvertreter mit ihrer Erfahrung und den Zukunftsvorstellungen eingebunden. Herausgekommen sind ganz konkret 4 Handlungsfelder (Landwirtschaft, Medien, Politik, Konsumenten) mit 9 Missionen, 29 Zielen und 141 Maßnahmen.

Warum ein Prozess zur Zukunft der Landwirtschaft?

Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Land- und Forstwirtschaft in Oberösterreich braucht es eine gemeinsame Zukunftsvorstellung für den Zeitraum bis 2030. Der Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ hatte zum Ziel, neue Chancen für die Land- und Forstwirtschaft zu identifizieren – immer unter Beachtung der Anforderungen auf den Agrarmärkten sowie der Gesellschaft. Es gibt natürlich nicht die eine „richtige“ Strategie zum Erfolg, sondern es bedarf einer betriebs- und branchenindividuellen Betrachtungsweise. Eine gemeinsame Vision der gesamten Branche ist dennoch ein wichtiger Wegweiser für die kommenden Herausforderungen.

Viele Menschen – viele Meinungen

Rund 24.000 Mehrfachantragsteller, etwa 30.000 landwirtschaftliche Betriebe insgesamt, ungefähr 100.000 Arbeitnehmer im gesamten vor- und nachgelagerten Gewerbe, schlussendlich 1,6 Millionen Konsumenten in Oberösterreich, eine lebendige Medienlandschaft und die Verantwortlichen in der Politik und der Verwaltung: All diese Menschen gestalten die Landwirtschaft in Oberösterreich. Alle haben eine Meinung darüber, wo die Landwirtschaft im Jahr 2030 stehen soll. Und wichtig: Alle tragen auch eine Verantwortung dafür, wie sich die Landwirtschaft entwickelt.

Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Siegfried Pöchtrager

Aus den zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mit Bäuerinnen und Bauern, Medienvertretern, Multiplikatoren aus der Landwirtschaft, Konsumenten und namhaften Experten aus der Wissenschaft wurde die gemeinsame Vision einer „Zukunft Landwirtschaft 2030“ für Oberösterreich abgeleitet. Schließlich ist es uns gelungen, Theorie und Praxis in einer „Zukunft Landwirtschaft 2030“ miteinander zu vereinen.

Der Strategieprozess überzeugte mit einem durchdachten wissenschaftlichen Methodenmix, bestehend aus einer Vortragsreihe (sechs Dialogplattformen), Gruppendiskussionen (neun Fokusgruppen) und Workshops (zwei World Cafés). Die Herausforderung lag darin, die vielfältigen Anliegen, Erwartungen, Probleme, Wünsche und Visionen an die „Zukunft Landwirtschaft 2030“ zu destillieren, thematisch sinnvoll zu strukturieren, detailgetreu aufzuarbeiten und schließlich in einem übersichtlichen, kompakten Bericht darzustellen.

Max Hiegelsberger, Agrar-Landesrat von Oberösterreich

Der Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ hat konkrete Zukunftsszenarien der Land- und Forstwirtschaft für Oberösterreich. Vor uns liegt eine gemeinsam erarbeitete und getragene Strategie, die nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Herzen der Bäuerinnen, Bauern und Stakeholder verankert ist.